Skimmer / Oberflächenabsauger im Schwimmingpool einbauen (Bilder kommen noch)
Der Skimmer wird bündig, am besten ganz oben im Betonkranz einbetoniert. Je Tiefer er eingebaut wird desto niedriger ist später auch der Wasserspiegel. Auch hier gilt das bei Salzwasser nur Kunststoffskimmer eingebaut werden sollten wegen Rost Gefahr. Der Skimmer nimmt den ganzen schwimmenden Dreck von der Oberfläche auf. Ein Klappe im Skimmer senkt sich wenn die Welle mit dem Dreck reingespült und hebt sich wenn die Welle zurück schlägt. So bleibt der Dreck im Skimmer. Gegenüber der Skimmer kommen die Einlaufdüsen damit das Wasser Richtung Skimmer getrieben wird.
Die Regel ist je 25m² Wasseroberfläche ein Skimmer. Bis drei Meter Beckenbreite reicht ein Skimmer mittig eingebaut. Am besten einen
Breitmaul Skimmer. Ab drei Meter sollten zwei Skimmer jeweils 50cm vom
Beckenrand entfernt eingebaut werden. Nicht etwa jeweils ein Meter links und
rechts der beiden Skimmer (bei 4 Meter also nicht 1m-sk-1m-1m-sk-1m). Der Dreck
sammelt sich lieber in den Ecken.
Beim Einbauen auch den Höhenausgleich den der Skimmer oben bietet beachten.
Besser schon beim Kauf. Je nach Belag der oben drauf soll muss die Höhe
ausgeglichen werden bzw. der Skimmer weiter oben raus stehen. Fließen, Holz oder
Poolrandsteine sind alle verschieden dick. Da bei mir Innen noch die Dämmplatten
drauf kommen habe ich mir den Skimmer auf einer Holzplatte montiert der die 4
cm Dämmplatten ausgleicht. Dies hat auch den Vorteil das beim
Betonieren kein
Beton in die Muttern und Dichtung gelangen kann und der Skimmer kann beim
betonieren nicht verrutschen.
Beim Kauf sollte auch darauf geachtet werden ob der Skimmer in die Wand oder
hinter der Wand hängen soll. Entsprechend lang muss der Schnabel des Skimmer
sein.
Des Weiteren ist im Skimmer ein Auffangkorb für den Dreck. Der Korb kann /
sollte mit einem zusätzlichen Filterstrumpf bespannt werden, damit etwa keine
Haare bis zu Schwimmbadpumpe kommen. Genug Haare können die beste Pumpe blockieren. Der
Korb ist auch der Beste Platz für Dosierungen wie etwa Flockmittel, Stabilisator
etc. Da hier das Wasser mit dem Mittel direkt zur Pumpe kommt.
Der Skimmer wird normalerweise mit einer Absaugplatte geliefert. An diese wird
der Bodenabsauger angeschlossen. Auch hier den Auffangkorb drinnen lassen. Bei
der Planung daran denken Ventile für den zweiten Skimmer und dem Bodenablauf
vorzusehen. Beim Absaugen werden die Ventile geschlossen damit der ganze
Absaugdruck nur durch den einen Skimmer gelangt. Man kann aber auch den zweiten
Skimmer mit Stopfen verschließen. Beim Bodenablauf ist dies schwieriger.
Mein Oberflächenabsauger hat zwei Anschlüsse. Laut Beiblatt ist der zweite für den Bodenablauf. Macht für mich aber keinen Sinn und ich glaube nicht da durch wirklich Dreck abgesaugt wird wenn das Wasser erst vom Boden bis zum Skimmer hoch muss bzw. das die Pumpe eher das Wasser aus dem Skimmer nimmt als vom Boden. Daher habe ich den zweiten Anschluss verschlossen. Die meisten Skimmer haben aber nur einen Anschluss. Die Anschlüsse haben Innenschraubgewinde DA50 und DA63 oder Klebeanschluss. Hier besonders bei den Schraubgewinde auf das abdichten der Anschlüsse achten. Da der Skimmer dicht an der Poolrückwand liegt wird es sehr schwer den Anschluss wieder rauszuschrauben wenn z.B. kurz darunter ein T-Stück ist. Es empfiehlt sich etwa 3/4 Meter Flexschlauch zu nehmen um Sauber an die Verrohrung zu kommen. Mit dem Flexschlauch kann man den Unterschied vom Skimmer bis zur Verrohrung auf der Wand ausgleichen. Der Flexschlauch ist sehr starr. Kalkuliert Platz für einen großen Bogen. Ein Radius von unter 50cm wird sehr schwer. Auch mit Heißluftfön. Da der Skimmer eh einbetoniert ist und wer sicher sein will kann das Gewinde auch Kleben.

Am Skimmer befindet sich auch eine Überlauf. Nachdem man das Plastik rausgeschlagen hat kann man den Überlauf mit dem Kanal verbinden. Er soll verhindern dass etwa bei starken Regen das Becken überläuft. Dies macht bei Schwimmbädern ohne Überdachung Sinn. Dadurch kann verhindert werden dass das überschwemmte Wasser den Dreck um den Pool herum ins Becken spült. Bei Überschwemmung kommt mehr Dreck ins Becken als wenn nur der Regen den Dreck ins Becken spült. Wer keinen Überlauf braucht kann an diesem Anschluss auch die Frischwasser zufuhr anschließen. Ich finde es aber praktischer das Frischwasser irgendwo an der Verrohrung mit einer Flansche die angebohrt wird einzuspeisen. Es gibt Zubehör die diesen Überlauf, für die automatische Wasserbefüllung nutzen. Das Zubehör ähnelt dem Wasserstopp im WC-Kasten. Es ist auch nichts anderes. Ein Schwimmer stoppt das Wasser wenn er hoch genug ist. Wer also Spaß am basteln hat kann sich im Baumarkt einen Kleinen WC-Kasten-Schwimmer kaufen und ihn dafür nutzen. Aber Achtung! Es muss klein genug sein damit er in den Oberflächenabsauger mit Korb passt. Den Korb saubermachen ist beim Baumarktmodel und auch beim Originalzubehör sehr schwer, da man ihn nur schlecht bis gar nicht rausbekommt. Des Weiteren sollte man die Befüllung während des Badebetriebes absperren können. Die Wellen würden jedes Mal das Ventil auslösen. Was Ihn nicht unbedingt länger leben läst. Daher habe ich den ganzen Einbau für die Befüllung weggelassen. Ich baue lieber eine elektr. Befüllung ein. Der Induktionsfühler wird außen auf dem Skimmer aufs Plastik montiert oder als Fühler in den Überlauf geklebt Wassermelderbausätze gibt es bei z.B. bei Conrad. Bei der Planung daran denken Platz für den Fühler im Beton zulassen wenn er außen auf den Skimmer soll! Er steuert dann das Magnetventil über eine kl. Elektronik. das Frischwasser. Da der Wellenschlag beim baden jedes Mal den Sensor auslöst, braucht man eine Lösung. Entweder eine Elektronik die erst schaltet wenn der Kontakt ein paar Sekunden Trocken liegt oder einen Handschalter bzw. Schaltuhr die die Zufuhr nur nachts einschaltet.
Bodenablauf im Pools
Er wird benötigt um das Wasser ganz aus dem Pool zu lassen. Es ist ein Irrglaube das er den Schmutz vom Boden ‚absaugt‘. Auch ist es schwer den Dreck vom Boden zum Bodenablauf zu fegen da er aufwirbelt. Es macht aber Sinn den Bodenablauf trotzdem mit an die Pumpe anzuschließen für die Wasserumwälzung. So gelangt das kalte Wasser vom Boden auch nach oben und das Wasser wird stärker umgewälzt. Beim Einbau bzw. betonieren gut aufpassen, das die Einbauteile beim drauf treten nicht verrutschen und bündig sitzen. Und das kein Beton in die Muttern gelangt. Am besten ein paar alte Schrauben reindrehen und die Einbauteile mit Plastik abkleben. Achtung die Plastikrohre können im nassen Beton ausschwemmen, daher die Rohre mit Wasser füllen. Oder am besten die Einbauteile im Boden vor dem eigentlichen betonieren mit Hobbybeton an den Stahlmatten fixieren. Manche sparen den Bereich um den Bodenablauf aus und betonieren ihn später per hand.

Wenn eine Isolierung auf dem Boden kommt nicht vergessen den Bodenablauf
entsprechend höher zu fixieren.
Der Wasserdruck zeichnet später jede Unebenheit auf der Folie ab. Verstärkt
nachts bei Unterwasserscheinwerfern. Deshalb sollte man sich auf jeden Fall
überlegen was auf den Rohbeton am Boden später drauf soll. Spachteln,
Fließestrich oder Bodenplatten die mit Netz verspachtelt werden. Bauunternehmer
haben auch Maschinen um die Böden plan zu schleifen. Mit einer
Flügelglättmaschine
wird kurz nach dem Betonieren über die Oberfläche gefahren. Man kann sich denken
dass man sich dann aber auch von den Bodeneinbauteilen verabschieden kann.
Kleiner Tipp: Wenn die Folie am Boden Muster hat sieht man restliche
Unebenheiten nicht mehr so sehr. Ist aber Geschmackssache. Ich finde ein Muster
in der Folie sieht edeler aus als alles einfärbig.
Gefälle im Boden zum Bodenablauf hin macht kein Sinn. Weder der Schmutz läuft von allein zum Bodenablauf noch bringt es etwas beim entleeren. Sobald nur noch wenig Wasser im Pool ist fängt die Pumpe eh an Luft zu ziehen. Entweder den Rest Wasser mit einem Nasssauger raus bringen oder wenn die Möglichkeit besteht ein Ablassventil unterhalb des Bodenplatten Niveau montieren. Dann kann man mit einem normalen Gummiabzieher das Wasser zum Bodenablauf treiben.
Da der Bodenablauf Wasser zur Pumpe führt sollte er auch gegenüber dem Einlauf sitzen. Ich habe Ihn einem halben Meter kurz hinter den Technikschacht gesetzt. Seitliche an die Wand da dort auch die Pumpe zu stehen kommt. So ist der Weg zur Pumpe kurz. Und da der Bodenablauf unten im Pool sitzt kommt man nicht in die Verlegenheit auf dem Weg zur Pumpe Hoch und wieder runter springen zu müssen. So das Luft beim befüllen oder Wasser beim entleeren stehen bleiben kann.
Tipp:
Wie für alle Einbauteile gilt: Markenartikel einbauen die es schon seit Jahren
am Markt gibt. Es gibt nicht ärgerlicheres als nach Jahren keine Ersatzteile
mehr zu bekommen und ganze Einbauteile auszutauschen nur weil eine Blende oder
Dichtung kaputt gegangen ist.
Hier eine kurze Checkliste für den Skimmer und Bodenablauf:
- Bei Salzwasser nur Kunststoff und keine Edelstahlteile einbauen!
- Bei der Vormontage alle übrigen Schrauben und Teile in ein beschriftete Plastiktüte geben damit man später weis was zu was gehört.
- Skimmer so hoch wie möglich einbauen wegen dem Wasserspiegel.
- Etwa ½ Meter vom Beckenrand, nicht gleichmäßig verteilt.
- Ab ~3 Meter zwei Skimmer.
- Skimmer gegenüber der Einlaufdüsen.
- Bei Pool ohne Poolüberdachung kann es Sinn machen wenn die Möglichkeit besteht die Windrichtung zu beachten.
- An Höhenausgleich für den Belag über den Skimmer denken.
- Bodenablauf und 2. Skimmer mit Ventilen versehen um über nur einen Skimmer den Bodensauger anschließen zu können.
- Soll Frischwasser Einspeisung an den Skimmer angeschlossen werden?
- Einbauteile beim betonieren schützen, auch die Muttern.
- Lage des Bodenablauf bestimmen, nähe Pumpe.
- Bodenablauf weit genug aus dem Boden schauen lassen je nach Bodenbelag.
- Bodenablauf vor dem betonieren exakt fixieren.
- Gefälle zum Bodenablauf macht kein Sinn.
- Dichtungen erst kurz vor der Folienverlegung anbringen.
